Der Wind setzte eher früh ein letzten Samstag
und trotz zwei vorher startenden Klassen schafften es leider nicht
alle TYC-Finnsegler rechtzeitig zum Start der 1. Wettfahrt.
Hene Wyss
war allerdings pünktlich und das sollte sich lohnen! Hene hatte einen Super-Speed
und ersegelte sich einen souveränen Laufsieg (Begründung
Henä: irgend so ein Segel von Peschi habe er oben…. – also
Leute, besorgt euch irgendwelche Segel von Peschi dann geht die
Post ab). Die Ränge 2 und 3 belegten der Schreiber und Michu
Mutti.
Ruedi Baumann kam zu spät gab aber nie
auf. Noch auf der Kreuz rief er den auf dem Vorwind entgegenkommenden
Kollegen irgend etwas von «..dr Louf isch no nid fertig,
ig chume no..» zu. Das war dann aber doch nicht so einfach.
Klare
Verhältnisse schaffte Ruedi im 2.
Lauf den er klar für sich entscheiden konnte vor Michu Mutti
und Henä Wyss.
In beiden Läufen war druckvolles Segeln
bei 2-3 Bft angesagt. Im 2. Lauf nahm der Wind wegen einem Gewitter
auf Seite Stockhorn-Kette kontinuierlich zu und es wurde ungemütlich.
Nach dem Zieldurchgang segelten alle Boote sofort in Richtung des
sicheren Hafens was für die TYC-Boote nicht einfach war – lag
doch der Hafen genau in Richtung Gewitter. Kaum waren die RCO-Boote
an Land fegte das Gewitter über den See, die Sicht war praktisch
null! Ein ungutes Gefühl, waren doch die Kollegen noch irgendwo
dort draussen. Sobald möglich machten sich RCO- und Segelschul-Motorboote
auf die Suche nach allfälligen Sturmopfern. Röbi wartete
auf seinem gekenterten Boot auf Hilfe umkreist von Jiri der selber
auferstanden war. Bald war Röbis Boot wieder flott und mitsamt
Skipper im sicheren Hafen. Auch alle anderen Finns tauchten von
Seite Boienfeld oder sonst woher wieder auf. Alles gut gegangen
zum Glück!
Tagessieger an diesem
turbulenten Samstag wurde Henä Wyss vor Michu Mutti und dem
Schreiber.
Henä übernimmt
im Gesamtklassement die Führung vor dem Schreiber und Ruedi,
der nach dem nächsten Streicher ganz vorne mitmischen wird.
Ausblick:
Vor der Segelwoche
zieht sich Ruedi nun in die Berge zurück (ohne Natel und so).
Dank diesem Höhentraining
mit Alpmilch und frischer Luft (nicht zu verwechseln mit Blut-Doping)
wird er uns wohl fordern!
Hoffentlich finden
alle Thunersee-Finns den Weg an die Startlinie! Und die SM in Silvaplana
könnte auch noch
ein paar Meldungen vertragen.
SUI 12
Franz Bürgi