Semaine Internationale de Cannes 2007
Das Rennen fing schon auf der Autobahn an. Kurz vor Monaco sah ich
auf dem Pannenstreifen eine Boje; aus der Nähe war es Thomas Gautschi
in der EU-Pannenveste, dem die Bremsen an seinem VW-Bus ausgestiegen
waren. Wir hängten den Doppeltrailer um, luden den Camper
auf einen Pannenwagen und kriegten den VW anschliessend schnell und
billig wieder flott. Abends fanden wir uns im Restaurant von Philippe
Yann ein, einem der Teilnehmer, der auch noch am Mittwoch nach einer
anstrengenden Regatta die Energie fand uns alle zu bewirten. Mit dabei
war auch Bruno Fauroux, der Präsident vom Yachtclub Cannes. Ich
habe ihm ausführlich über meinen neuen Wilke-Finn berichtet,
den ich schon bald bekomme. Er war danach so gerührt, dass er
uns alle einlud.
Am ersten Regattatag war das Wetter traumhaft, hinter dem Yachtclub
gab es sogar die ersten Nudisten, nur der Wind liess auf sich warten.
Mit 2 Stunden Verspätung konnten wir auslaufen und brachten nach
3 Massenfrühstarts bei sehr schwachem Wind nur einen Lauf zustande.
Am Mittwoch war das schöne Wetter vorbei. Nach einer einstündigen
Startverschiebung wurden wir bei Regen und ohne Wind auf die See gebeten
und übten uns zunächst in Massenfrühstarts. Nach einem
Winddreher von 180° auf Ost wurde das Regattafeld verlagert und
wir konnten 3 Läufe bei stetig zunehmendem Wind ins trockene bringen.
Der letzte mit Bf. 4 und riesiger Welle war ein Traum und der beste
der ganzen Woche. Hans Fatzer hatte leider beim 2. Lauf einen Frühstart,
sonst wäre er 11. geworden. Überhaupt war die Jury sehr pfeiffreudig
und hat neben dem Pumpen auch fleissig das Wriggen vor dem Start beanstandet. Die
Wetterprognosen für den Rest der Woche versprachen nur noch schwache
Winde, so dass sich Thomas Gautschi zur Heimreise entschloss, um dann
eine Woche später auf dem Gardasee trainieren zu können.
Der Donnerstag fing mit der obligaten Startverschiebung, einem Massenfrühstart
und einem schwachen, drehenden Wind an. Die rechte Seite war am Start
deutlich bevorzugt, was zu sehr lauten internationalen Äusserungen
in diesem Bereich geführt hat. Der Wind flaute nach und nach ab
und es konnte nur ein Lauf mit Bahnabkürzung gesegelt werden.
Trotz allgemeiner Flaute hat Hans Fatzer am letzten Schenkel einen
privaten Streifen gebucht und 10 – 15 Plätze gut gemacht.
Mit „AP“ über „H“ wurde uns vorerst das
weitere Warten im Hafen erlaubt, um 16 Uhr wurde dann aber bei absoluter
Flaute das Tagesgeschehen beendet. Wir verlagerten uns ins „Petit
Paris“ wo wir Dank der freundlichen Einladung der Pantaenius
SA unser Segelgewicht ungeniert aufbessern konnten.
Am Freitag war das Wetter wechselhaft aber mild. Wechselhaft war auch
die Signalisation der WFL mit 30 Min. Startverschiebung ohne- und dann
weiteren 60 Min. Startverschiebung im Neopren, beides an Land. Bei
Winden von 1-2 Bf. konnten 3 Läufe gesegelt werden, alle nach
mindestens einem Massenfrühstart, was die Wettfahrtleitung zum
Nachdenken über eine Doppel-schwarze Flagge angeregt hat. Um 17
Uhr waren wir an Land und konnten mit dem üblichen Einlaufsandwitch
und Einlaufbier die schöne Woche beenden. Thomas Brack schaffte
es dank seinem tollen Rang auf die Rangliste in „Nice-Matin“,
Hans Fatzer sogar zu einem Foto. Ich schaffte es nur 3 Kilo zuzulegen.
Jiri, SUI 7 |