Saturday Race – Regatta Club Oberhofen
29. April / 27. Mai / 22. Juli / 23. September 2006

Mein Ziel war es bis um Mitternacht Ruedi Baumann zu überreden den Saturday-Race Bericht für mich zu schreiben. Da er jeden Winddreher, jede Innenposition, die unterschiedlichen Wellen und alle taktischen Fehler seiner Finnkollegen im Kopf hatte, schien er mir der richtige Schreiberling. 
Nun die Oldies-Night im TYC war in vollem Gange. DJ Pee (Pesche Kilchenmann) tanzte mit dem Kopfhörer an den Ohren hinter dem Mischpult, während Carlos Santana sein Samba Pati ins Clublokal zupfte.
Ruedi Baumann hing hinter einem Bier neben Marc an der Bar. Er lies den Samstag ausklingen. Seine Augen leuchteten er sprach von seiner Marianne, zurzeit in Tunesien, wie er Ihr einen Heiratsantrag machte und.... weitere Einzelheiten über Ruedis Erzählungen möchte ich den Lesern hier ersparen.
Marc an seiner rechten sprach von seinem missglückten Versuch noch rechtzeitig an der Startlinie zu sein. Der fehlende Zapfen an seinem Finn liess den Zwischenboden vollaufen und mit diesem schweren Boot konnte er unmöglich an dem Rennen teilnehmen.
Ruedi analysierte nochmals die zwei ersten Rennen an diesem Samstag, die er beide gewann. Dann sagte er: Yvonne, ich würde eher bei dir einen neuen Wilke-Finn bestellen, als für Hene diesen Bericht schreiben. Das war ein harter Schlag für mich. Nach dieser Aussage begrub ich meinen Gedanken, ihm vielleicht noch ein Bier zu bezahlen, definitiv. Ich war geschlagen. Nun der dritte Platz hat seine Schattenseiten.
Eine Erfolgsgeschichte diese Saturday-Races. Insgesamt waren 25 Finnisten an der Startlinie und es hatte einige neue Gesichter. Michael Mutti seit längerer Zeit in der Szene jetzt definitiv auf dem schnellen ex Wälchli Finn. John Ulbrich, ein erfahrener Regattasegler aus Florida der voll in die Szene eingestiegen ist. Er kaufte kurzentschlossen das Wilkeboot von Shorty und ist mit viel Freude hart am trainieren. 
Und nun zum segeln. Startschuss zum letzten Lauf. Pesche, Fräne und Hene starten auf der linken Seite bei Oberwind und bleiben dort. Das ganze Feld bewegt sich nach rechts. Dort sieht es eigentlich besser aus. Doch der Dreher kommt. Links wird belohnt. Fräne und Pesche runden zuerst. Röbi schlüpft noch vor Hene um das Luvfass. Auf dem Vorwindkurs schiebt  das ganze Feld auf der Seemitte und Oberhofenseite nach vorne. Pesche und ich können uns noch um das Leefass retten während Fräne im Feld hängen bleibt. Martin Nydegger in einer unheimlichen Tagesform rundet als dritter das Leefass. Pesche und ich sind uns einig, dass wir die Plätze 1 und 2 untereinander aussegeln. Aber der Martin wendet nach dem Luvfass in einen Windstreifen und überholt uns beide haarscharf. Mit einer Wende kann ich die Sache noch retten und werde zweiter vor Pesche und Fräne. Ruedi Baumann wurde in diesem Lauf nur elfter. Vielleicht war er mit seinen Gedanken in Tunesien bei seiner Marianne.

SUI 466 Hene


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